Konfliktkultur in der Friedensarbeit – Modulweise kompetent werden

Wir bieten hiermit ein Schulungsprogramm an:
in fünf Modulen, mit theoretischen Einführungen, Übungen und Reflexion.


Die Termine:
13. – 14. April 2010
10. – 11. Juli 2010
02. – 03. Oktober 2010
16. – 17. November 2010
18. – 19. Dezember 2010
Jeweils von 10 – 18 Uhr im Büro Konfliktkultur
Kosten: € 400 pro Modul, bitte um rasche Anmeldung,
die Gruppe wird aus maximal sieben Teilnehmerinnen bestehen.

Seminarleitung: Dr. Susanne Jalka

Modulweise kompetent werden

Diese Kurzbeschreibung der fünf Module soll Ihnen einen Überblick über die Themenschwerpunkte vermitteln, um Sie auf die speziellen Kompetenzen hinzuweisen, die in jedem Abschnitt unterstützt werden.

Das erste Modul: Streitlust beschreibt Konflikte als Energie. Es geht primär um allgemeine Einführung in das Thema Konflikt. Die Spannung, die entsteht, wenn sich ein Konflikt abzeichnet stellt die Frage nach Ihrer Einstellung. Wer diese Spannung bewusst spüren lernt, erkennt Konflikte rechtzeitig. Übungen: Spannungen spüren
Die Einstellung zum Konflikt und unser Verhalten im Streit beruhen auf Werte-Systemen, die sich ändern. Das bedeutet, dass sich Bewusstsein ändern muss. Wenn sich das Denken ändert, dann ändert sich die Welt.

Im zweiten Modul: Know-How wird die Grammatik des Konfliktverlaufs behandelt. Wer über Konflikte nachzudenken beginnt, entdeckt das eigene, ganz persönliche Verhaltensmuster in Konfliktsituationen. Wie ein individueller Fingerabdruck unterscheidet sich auch das Konfliktverhalten von Mensch zu Mensch. Übungen: Selbstreflexion
Die Hilflosigkeit, die viele Menschen in Konfliktsituationen erleben, steht in direktem Verhältnis zu ihrem Mangel an Wissen darüber. Wer aber den Streitverlauf neugierig und aufmerksam wahrnimmt, beginnt bereits den Konfliktprozess zu gestalten.

Im dritten Modul geht es um konstruktive Kommunikation, um Regeln des Sprechens und des Zuhörens, die dazu beitragen, Konfliktenergie zu transformieren und positiv zu nutzen.
Das fängt mit dem schwierigen “Nein-Sagen” an: Konfrontation als Voraussetzung, um die eigene Position zu erklären. Dann sind positive Ich-Botschaften nötig. Aktives Zuhören wirkt vertrauensbildend. Es geht aber auch um Informationen: Missverständnisse unterscheiden sich von Meinungsverschiedenheiten.
Übungsaufgaben für den Kompetenzbereich Kommunikation.
Ausserdem geht es um Eskalationsstufen. Dieses Modell bietet einen Übersichtsplan, um sich im Konfliktgeschehen auszukennen. Wer sich mit den Eskalationsstufen auskennt, lernt rasch einzuschätzen, wo sich die Streitparteien in der Entwicklung des Konflikts befinden. Wie auf einer Wanderkarte können die Strecken und die Wendepunkte nachvollzogen werden. Wer jederzeit einschätzen kann, auf welcher Eskalationsstufe sich die Konfliktparteien befinden, verfügt über ein entscheidendes Hilfsmittel, um Abstand zu halten zur Anziehungskraft der Eskalation.

Das vierte Modul: handelt von Angst und Macht. Von der Macht, die siegen und beherrschen will und von der Angst vor der Konfrontation. Angst lähmt die konstruktive Konfliktenergie und tritt in vielen Masken auf.
Hier geht es um das Geheimnis des Erfolgs in allen Konflikt-Bereichen, es geht um den Umgang mit Macht und mit Angst.
Übungen: Rollenspiele
Ausserdem geht es um Schuldkonstruktionen. Hier wird wird über Fehler, Irrtum und Schuld nachgedacht. Wenn wir unsere eigenen Fehler erkennen - oder einen Irrtum, wie gehen wir damit um? Schuldgefühle führen direkt in die Konflikteskalation. Schuld ist eine Fixierung. Etwas in uns hängt fest und kann nicht loslassen.
Konfliktsituationen werden von widerstreitenden Gefühlen dynamisiert. Wie gehen Sie mit Ihren Gefühlen um?
Übungen: Gefühle benennen

Das fünfte Modul: schließlich handelt von Zeit. Alles hat seine “richtige Zeit”. Es kommt darauf an, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, um einen Konflikt konstruktiv zu bearbeiten. Aber die Spannung in der Eskalation führt zur Verengung der Zeitperspektive.
Der richtige Zeitpunkt ist nicht abstrakt zu bestimmen. Je komplexer der Sachverhalt, desto weiter erstreckt sich der Zeithorizont und desto mehr Faktoren müssen in den kreativen Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen werden.
Verhandlungsführung ist zuletzt ein entscheidender Bereich und bündelt viele Aspekte der Kompetenz im Umgang mit Konfliktsituationen.

Übungen: Sieben Verhandlungselemente

Gegen den Strich denken
Die Liebe zu den Unannehmlichkeiten entdecken.
Das Bekenntnis zum Schwachen Denken feiern.
Dem Ungewissen Tugend verleihen.
Erfindungsreichtum ist entscheidend für die Möglichkeiten einer veränderten Konfliktkultur:
kreativ – kooperativ – konstruktiv.

Das Programm
Wünsche und Geheimnisse als Hintergrund von Konfliktverhalten entdecken = Selbstreflexion und Analyse von Interaktionsverhalten.
Eros und Thanatos – den Spuren folgen, wo gut und böse vereint sind = Konflikte als Energie begreifen.
Die Grammatik konstruktiver Kommunikation spielend verkörpern = kreative Interventionen entwickeln.

Veranstaltungen

17. Februar 2012

Quäker Meeting Nürnberg

08. März 2012

Seminar 'Gestaltung und Konflikt'

14. März 2012

Lesekreis

16. - 18. März 2012

Seminar 'Gestaltung und Konflikt'

23. - 25. März 2012

Quäker Meeting Budapest

14. & 17. April 2012

Seminar 'Selbstreflexion'

17. - 20. Mai 2012

Workshop '10 Y Peace'

24. - 26. Mai 2012

Central Europa Quäker Meeting

29. Mai - 09. Juni 2012

Peace Studies Rom/Sarajewo

22. - 26. Juni 2012

Workshop 'Beyond Reason'

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