Konfliktkultur entwickelt Projekte, organisiert Seminare, gibt Publikationen heraus und beteiligen sich an internationalen Kongressen. Unsere Projekte thematisieren den konstruktiven, Umgang mit Konflikten als wichtige demokratiepolitische Grundausstattung.

Discover Peace in Europe

Drei Jahre lang, von Oktober 2012 an, werden in sieben Europäischen Städten ‚Friedenswege‘ entwickelt und Veranstaltungen zu Friedensthemen durchgeführt. Friedenswege führen zu Adressen, wo Menschen gelebt und gewirkt haben oder auch heute aktiv sind und sich für Pazifismus, Menschenrechte, Demokratiebildung, Gleichberechtigung, ökologische Themen etc. einsetzen.

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In Berlin, Budapest, Den Haag, Manchester, Paris, Turin und Wien wollen wir Aufmerksamkeit für historische und zeitgenössische Friedensaktivitäten hervorrufen.
Seit dem 19. Jahrhundert haben sich in Europa Friedensbewegungen entwickelt. Viele Aktivitäten wurden durchgeführt. Aber nur sehr wenige Menschen wissen davon. An Kriegshelden erinnern zahlreiche Monumente, an Friedenstaten wird fast nie öffentlich erinnert.

 

Frieden geht in Demokratien vom Volk aus.

 

Wir, das Volk, sind verantwortlich dafür. Wenn wir uns entsprechend engagieren, dann entsteht Frieden. In diesem Projekt betonen wir die Bedeutung von persönlichem Einsatz für Frieden: Zivilgesellschaft, Pazifismus, Menschenrechte, Gleichberechtigung, Ökologie und andere Themen, die Frieden schaffen. Partizipation ist die zentrale Aufgabe und Herausforderung in demokratischen Gesellschaften. Friedenserziehung unterstützt die notwendigen Veränderungen von meist nicht bewussten Verhaltensweisen aus hierarchisch oder militärisch beeinflussten Strukturen zu gewaltfreiem Denken, Sprechen und Handeln.

 

In den drei Projektjahren werden wir nicht nur Routen für Friedenswege erarbeiten, sondern auch Friedensveranstaltungen in allen Partnerstädten durchführen. Im Jahr 2014 wollen wir den zu erwartenden massenweisen Erinnerungen an den Beginn des Ersten Weltkrieges Beispiele der Friedensbewegung entgegensetzen. Friedenswege sollen in Zukunft ein wichtiger Teil einer Kultur des Friedens sein. In diesem Sinn soll das Projekt die allgemeine Kulturpolitik ergänzen. Wir sind zwar immer noch weit entfernt von wirklicher Friedfertigkeit, aber der wachsende Einfluss von Friedenserziehung und von Methoden konstruktiver Kommunikation führt zu Einstellungsänderungen. Wir sprechen heute von Frieden nicht als die Zeit ohne Krieg, sondern wir definieren Frieden als Fähigkeit zu gewaltfreiem Umgang mit Konflikten. Da Konflikte in allen Lebensäusserungen vorkommen, muss es darum gehen, konfliktfriedfertig zu werden. ‚Discover Peace in Europe‘ wird einen wichtigen Beitrag dafür einbringen.

 

Hier finden Sie die Projektwebseite: www.discoverpeace.eu

Peace Matters

‚Peace Matters‘ ist das Projekt von Konfliktkultur, in dem wir unterschiedliche Bereiche von Friedensarbeit zusammenführen. Frieden ist kein Zustand, der von selbst kommt und geht, weil das von irgendjemandem beschlossen wird.

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Frieden ist das Resultat davon, wie wir Menschen miteinander umgehen, wie wir mit uns selbst umgehen, unsere Wünsche und Vorstellungen verwirklichen, unsere Konflikte miteinander ausmachen, wie wir mit unserem Lebensraum und unserem Planeten umgehen, mit neuen Technologien, unserer Freiheit, unserer Verantwortung und vieles mehr. Wenn wir diese unterschiedlichen Bedeutungen von Frieden erkennen und unsere Beiträge im Alltagsleben umsetzen können, werden wir Frieden auch leben.

 

Mit ‚Peace Matters‘ wollen wir für den zu erwartenden reichhaltigen Medienrummel im Jahr 2014, wenn es um Erinnerungen an den 1. Weltkrieg gehen wird, ein europäisches Netzwerk für Friedens-Erinnerungs-Aktionen vorbereiten.

Fehdehandschuh

‚Museen sind produktive Orte für Konfliktkultur‘, so lautet unsere Ausgangsidee im Projekt ‚Reich mir Deinen Fehdehandschuh‘. Konfliktkultur veranstaltete im Museum Moderner Kunst im Museumsquartier ein Projekt als ‚Dialog der Generationen‘ – und zwar im Bezug auf konstruktive Konfliktkultur.

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Sehr alte Menschen diskutierten mit sehr jungen über moderne Kunst. Es ging zuerst um grundsätzliche Überlegungen, ob konstruktives Streiten über gegensätzliche Standpunkte wünschenswert sei – oder ob Streit so weit wie möglich besser zu vermeiden sei …

 

Anschliessend wurde anhand von Kunstwerken praktisch geübt, was vorher allgemein und theoretisch diskutiert worden war, nämlich: Wie reagieren wir auf moderne Kunst? Wie drücken wir Kritik aus?
Die Veranstaltung wurde von einer erfahrenen Kunstvermittlerin des Museums begleitet. Zuletzt reflektierten alle teilnehmenden Personen ihre Erfahrungen und kamen zu dem Schluss, dass moderne Kunst hervorragend geeignet sei, ein Übungsfeld für konstruktives Streiten zu bieten.

Imagine Peace

Imagine Peace war ein internationales Netzwerkprojekt in Erinnerung an Bertha von Suttner im Jahr 2005. Unser Projekt setzte sich zum Ziel, über die Arbeit mit künstlerischen Medien zu neuen Vorstellungen von Frieden zu gelangen, die sich von der üblichen Negativ-Definition als Abwesenheit von Krieg unterscheiden.

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Im Rahmen einer grossen Veranstaltung im Festsaal des Wiener Rathauses präsentierten wir die Projektergebnisse. Schülerinnen und Schüler aus 11 Europäischen Ländern beteiligten sich mit ihren Arbeiten und diskutierten einen Friedensbegriff, der nicht zu vermeidende Spannungen und Konflikte im menschlichen Zusammenleben als positives Energiepotenzial für gemeinsame Veränderungen zu nutzen weiss.

P.A.K.T

Das Ziel dieses Projekts war die Vorbereitung junger Leute auf den Besuch im Friedensmuseum in Stadtschlaining im Burgenland. 2.500 Pakete mit jeweils 7 Lernmodulen wurden an Schulen verteilt. Lehrerinnen und Lehrern konnten mit diesen Übungen konstruktives Konfliktverhalten als Basiskompetenz für Frieden erfahrbar machen.

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An die 40.000 Schülerinnen und Schüler wurden erreicht, da auch die Schulbehörden die Verwendung der P.A.K.T. Module im Unterricht empfohlen hatten.

 

Die Module wollen Neugier und Kreativität anregen und Entscheidungsfähigkeit stärken. Auch wie sich Konflikte entwickeln, wie Eskalation entsteht und dass Argumentieren und Verhandeln gelernt sein will, soll in spielerischen Prozessen erfahrbar werden. Streiten ohne Gewalt kann zu win-win-Situationen geführt werden, das soll in österreichsichen Schulen geübt werden.

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Ralla

Ralla ist die Geschichte von einem außerirdischen Skateboard, das Bettina zu Hilfe kommt, damit sie lernt, mit Konflikten besser umzugehen. Die 11-jährige Bettina, ihre Freundin Jasmin und andere Kinder in Wien Floridsdorf erleben, dass Konflikte miteinander oder mit Erwachsenen sich total verändern, sobald sie selbst anders damit umgehen. Spaß und kreative Ideen verwandeln die Konflikte. Ralla zeigt den Kindern, wie wichtig es ist, über Konflikte zu reden.

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In jedem Kapitel stellt Ralle Fragen und macht Vorschläge, über die Bettina, Jasmin und Patrik nachdenken sollen, zum Beispiel über Namen für Gefühle, über Geheimnisse und Angst, über Vorwürfe und Standpunkte, und so weiter.

 

Deshalb ist die Geschichte von Ralla zugleich auch ein persönlicher Konflikt-Ratgeber. Nach jedem Kapitel folgt ‚Das Konflikt-Tagebuch‘ mit Fragen, die schriftlich am Computer beantwortet werden sollten. Damit niemand anderer die Texte im Konflikt-Tagebuch lesen wird, gibt es einen Code zur Verschlüsselung der Diskette.

 

Autorin: Susanne Jalka Grafik: Helga Rausch

Veto Online

Ziel des Projektes veto-online war die Entwicklung von e-learning-Modulen für konstruktives Konfliktverhalten. SchülerInnen und StudentInnen (16 – 22 a.) aus fünf europäischen Ländern haben künstlerisch kreativ elektronische Lernmodule entwickelt und dabei auch ihre eigene demokratische unterkulturelle Streitkultur gestärkt.

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Die Module enthalten Fallbeispiele von Konfliktsituationen, Fragen und Vorschläge führen mittels Bildgeschichten (Zeichnungen, Comics, Fotos und Musik) zu den verschiedenen Stationen der Konfliktentwicklung. An Wendepunkten werden Alternativfragen gestellt und mit praxisnaher Theorie so erklärt, dass die Benutzer dieser Module Schritt für Schritt erfahren, ob sie in der Bearbeitung des Konflikts den Regeln konstruktiver Kommunikation entsprechen.

 

Die Streitgeschichten führen spätere User durch Labyrinthe und vermitteln ihnen dabei Basisinformationen zum Konflikt Know-how, zur Konsensfindung, zur Eskalation und anderen wichtigen Entscheidungssituationen, indem sie den Hinweisen und Erklärungen zu den Situationen folgen.

Workshop

06. bis 12.11.2009 im Don Bosco Haus, St. Veitgasse 25, 1130 Wien
organisiert und durchgeführt von ‚Konfliktkultur‘, Dr. Susanne Jalka
Eingeladen wurden Mitarbeiterinnen von nichtstaatlichen Erwachsenenbildungs-Organisationen und NGO’s, bevorzugt aus Mittel- und Osteuropa, die sich für zivilgesellschaftliche Entwicklung, Menschenrechte und Friedenskultur einsetzen. Hauptansprechpartner waren Organisationen in den ehemaligen Ostblockländern, wobei bevorzugt Frauen aus diesen Organisationen eingeladen wurden. Männer wurden nicht ausgeschlossen.

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Die zu kurze Frist zwischen Antragsbewilligung und Veranstaltung erschwerte die Suche und Einladung von entsprechenden Teilnehmerinnen. Insgesamt nahmen 11 Teilnehmerinnen aus verschiedenen europäischen Ländern und 3 Teilnehmerinnen aus Österreich an dem Workshop teil.

 

Das Programm sah vor: Gegenseitiges Kennenlernen; Erfahrungsaustausch; Einblicke geben in kulturspezifische Arbeitsbedingungen; Massnahmen und konkrete Schritte zur Vernetzung entwickeln; Empowerment für Aktionen im selbstorganisierten Lernprozess erweitern.
Dem Kennenlernen wurde viel Zeit gewidmet. Das wirkte sich positiv auf den Gruppenprozess aus. Dann ging es speziell um Kontakte und Verbindungen zwischen österreichischen NGO´s aus den Bereichen Demokratieerziehung, zivilgesellschaftliche Entwicklung und Friedensbildung und entsprechenden Organisationen in Ländern des ehemaligen Ostblocks – um Vermittlung von Erfahrungen und Kompetenzen zur gegenseitigen Unterstützung und vernetzten Aktionsfähigkeit.

 

Das Interaktionsverhalten der Teilnehmerinnen in der Gruppe wurde als Lernwerkstatt für die Entwicklung zukünftig kooperativer Beziehungen besonders unterstützt. In praktischen Übungen im Plenum und in Kleingruppen wurde tendenziell vorhandenes Täter- und Opferdenken zwischen West und Ost bewusst reflektiert. Widersprüche und Konflikte wurden in “Inspirierten Dialogen” als innovative Gruppenarbeitsmethode für eine partnerschaftliche Aktionskultur angesprochen und bearbeitet. Die Bearbeitung von Konflikten erfolgte als Gemeinschaftsarbeit, um die kreative Vorstellungskraft, Selbstreflexion, Empathie und Dialogfähigkeit als wichtige Voraussetzungen für den aktiven Vernetzungsprozess zu betonen.

 

Mehrere klar ausgearbeitete Projektpläne wurden vorbereitet und sollen in nächster Zukunft von verschiedenen Teilnehmerinnen eingereicht werden. Die Teilnehmerinnen wollen die Netzwerkarbeit erweitern.

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